Bereits im 19. Jahrhundert hatten sich die Schwestern des Zisterzienserinnenordens in Panschwitz-Kuckau der Arbeit mit jungen Menschen verschrieben. Das Kloster St. Marienstern unterhielt von 1826 bis zum 2. Weltkrieg in den Gebäuden des Klosters eine Mädchenschule und eine weiterführende Mädchenschule, das St. Josephs-Institut mit kaufmännischer und hauswirtschaftlicher Ausrichtung. Die Klosterschulen mussten auf Betreiben der Nationalsozialisten geschlossen werden. Im Kloster wurden Flüchtlinge aus Bessarabien untergebracht. Die Schule konnte auch nach dem Krieg nicht wieder eröffnet werden. In der sozialistischen DDR durften die Kirchen und Ordensgemeinschaften keine eigenen Schulen mehr betreiben, bzw. wurde den Absolventen die staatliche Anerkennung versagt.

Mitte der 1960er Jahre hatte der Konvent unter der damaligen Äbtissin Mutter Anna Meier (1954 -1986 Äbtissin des Klosters St. Marienstern) entschieden, sich wieder im sozialen Bereich zu engagieren. Die Schwestern eröffneten ein Heim für Mädchen mit geistiger Behinderung. Zwei Zisterzienserinnen wurden als Fachkrankenschwestern ausgebildet, darunter die spätere Äbtissin Mutter Benedicta. Parallel dazu begann 1967 der Aufbau des Heimes, welches den Namen „Maria-Martha-Heim“ tragen sollte. Das Haus entstand aus den Kriegsruinen des ehemaligen Institutsgebäudes, in dem sich heute die Förderschule (G) befindet.

Im August 1991 wurde unsere Schule staatlich anerkannt. Träger unserer Förderschule ist die Zisterzienserinnenabtei Kloster St. Marienstern.

Dem Träger obliegt die Schulgestaltung sowie die Entscheidung über besondere pädagogische und religiöse Prägung, die Festlegung der Unterrichtsmethoden, der Lehrinhalte sowie die Organisation des Unterrichts, auch abweichend von den Vorschriften für öffentliche Schulen.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Unterrichtsgestaltung ist die gute Zusammenarbeit mit Therapeuten.